TYPO3 Audit Checkliste: Der systematische Selbstcheck für Ihr TYPO3-Projekt
Bevor an einer übernommenen oder über Jahre gewachsenen TYPO3-Installation etwas verändert wird, muss klar sein, womit man es zu tun hat. Unsere Audit-Checkliste bündelt die Prüfpunkte, die wir bei jeder Projektübernahme abarbeiten — von Version und Extensions bis zu TypoScript, Templates, Performance und Sicherheit. Ergebnis: ein belastbares Bild des Ist-Zustands, bevor Sie über Stabilisierung, Upgrade oder Relaunch entscheiden.
Das Problem
Viele TYPO3-Installationen sind über Jahre gewachsen, von mehreren Agenturen betreut und nie systematisch dokumentiert worden. Wer ohne strukturierten Audit Änderungen vornimmt, riskiert Ausfälle, Sicherheitslücken und unkalkulierbare Folgekosten. Die größte Gefahr ist nicht der schlechte Code — sondern blind zu handeln, ohne ihn verstanden zu haben.
Diese Fragen muss ein TYPO3-Audit beantworten:
Welche Extensions sind installiert, welche werden noch gepflegt und welche sind ein Sicherheitsrisiko?
Wie umfangreich und wie strukturiert ist die TypoScript-Konfiguration tatsächlich?
Welche Fluid-Templates und Partials existieren — und welche Vererbung steckt dahinter?
Wo liegen Performance-Engpässe (TTFB, Datenbank, Caching, Bilder)?
Welche Sicherheitslücken, offenen Backend-Zugänge oder veralteten Bibliotheken existieren?
Welche Scheduler-Tasks, Cron-Jobs und externen Schnittstellen laufen im Hintergrund?
So gehen wir vor
System & Version prüfen
TYPO3-Version, PHP-Version, Datenbank-Version, Server-Setup und Composer-Status erfassen. Upgrade-Pfad und LTS-Roadmap bewerten. Ergebnis: klare Aussage zu Aktualität, Sicherheits-Support und nötigen System-Updates.
Extensions inventarisieren
Vollständiges Inventar aller installierten Extensions: Version, Maintainer-Status im TER, letzte Aktualisierung, bekannte Sicherheitslücken, Abhängigkeiten und individuelle Anpassungen. Ergebnis: Liste mit Risikoklassifikation (sicher / veraltet / kritisch / nicht mehr verfügbar).
TypoScript & Templates analysieren
TypoScript-Umfang messen, Include-Ketten und Conditions auswerten, Redundanzen identifizieren. Fluid-Templates und Partials kartieren, Vererbung dokumentieren, responsives Verhalten prüfen. Ergebnis: Komplexitäts- und Wartbarkeits-Score.
Performance & Sicherheit messen
Time-to-First-Byte, Datenbank-Queries pro Seite, Caching-Strategie und Bild-Auslieferung messen. Sicherheits-Scan auf bekannte Lücken, offene Backend-Zugänge, schwache Passwörter, fehlende HTTPS-Header und veraltete Bibliotheken. Ergebnis: Performance-Baseline und Sicherheits-Findings mit Priorität.
Content & Redaktion bewerten
Seitenstruktur, Content-Elemente, Mehrsprachigkeit, Backend-Konfiguration (Page TSconfig, User TSconfig) und Redaktions-Workflows aufnehmen. Scheduler-Tasks und externe Schnittstellen dokumentieren. Ergebnis: vollständiges Bild aller fachlichen und technischen Abhängigkeiten.
Investitionsrahmen und Zeitplanung
Ein vollständiges TYPO3-Audit nach unserer Checkliste kostet 3.000–8.000 Euro netto, abhängig von der Größe der Installation und der Anzahl individueller Extensions. Multisite-Installationen oder sehr alte TYPO3-Versionen liegen am oberen Ende. Sie erhalten einen schriftlichen Zustandsbericht mit priorisierten Findings, eine technische Dokumentation der Installation und eine Roadmap-Empfehlung — unabhängig davon, ob Sie anschließend mit uns weiterarbeiten.
Selbstcheck vor Agenturwechsel bei mittelständischem Maschinenbauer
Ausgangssituation
Ein mittelständischer Maschinenbauer war mit seiner bisherigen TYPO3-Agentur unzufrieden, wollte vor einem Wechsel aber objektiv wissen, in welchem Zustand sich die Installation tatsächlich befindet. Die Website lief auf einer TYPO3-Version, deren Support seit 9 Monaten abgelaufen war. 22 Extensions waren installiert, ein Großteil davon undokumentiert.
Unser Vorgehen
Wir haben unsere Audit-Checkliste in 8 Arbeitstagen abgearbeitet: System- und Version-Check, Extension-Inventar mit TER-Abgleich, TypoScript- und Template-Analyse, Performance-Messung (TTFB, DB-Queries, Caching), Sicherheits-Scan und Content-Review. Jedes Finding wurde dokumentiert, klassifiziert und mit einer konkreten Handlungsempfehlung versehen.
Ergebnis
Der Zustandsbericht umfasste 38 Findings: 9 kritisch (Sicherheit, abgelaufener Support), 14 wichtig (Performance, veraltete Extensions), 15 wünschenswert. Auf dieser Basis konnte der Kunde fundiert über den Agenturwechsel entscheiden — mit klarem Anforderungsprofil, realistischem Budget und einer übergabefähigen Dokumentation für die neue Agentur.
Warum blindwerk?
Seit 2001
Digitale Architekten für den Mittelstand. Über 20 Jahre CMS-Erfahrung.
100 % Agil
Scrum, 100 % Remote, festes Team von rund 21 Spezialisten.
Architektur vor Aktionismus
Zielbild und Leitplanken zuerst, dann iterative Umsetzung mit radikaler Transparenz.
Unsere F&E-Partnerschaften mit Steinbeis und Fraunhofer ermöglichen uns, Innovationsthemen wie KI-Prozessoptimierung und IoT-Integration auf dem neuesten Stand zu begleiten. Für Förderprojekte (ZIM, BMFTR) bringen wir eigene Förderkompetenz mit — von der Antragstellung bis zur Verwendungsnachweisprüfung.